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Über Anna

Schon immer konnte sich Anna für die verschiedensten Arten des künstlerischen Ausdrucks begeistern und behielt neben ihrer musikalischen Ausbildung als Geigerin stets das Interesse für Tanz, Schauspiel, bildende Künste und Zirkusdisziplinen. Insbesondere das Verhältnis der Musik zu den verschiedenen Kunstformen, ihre Vermischung in einem performativen Kontext, sowie die hierin liegenden Möglichkeiten für neue Konzertformate stellen auch weiterhin eine besondere Faszination und Inspiration für Anna dar.

Annas erste geigerisch-musikalische Aktivitäten in Hagen umfassten neben intensiven Erfahrungen mit Kammermusik und Orchesterspiel auch ihr solistisches Debüt mit dem Philharmonischen Orchester Hagen und ein erstes spartenübergreifendes Projekt über den Tango-Argentino. Ihre geigereische Ausbildung setzte Anna – zunächst als Jungstudentin – an der Hochschule für Musik und Tanz Köln, bei Prof. Gorjan Kosuta und Prof. Susanna Yoko Henkel fort. Wichtige Anregungen erhielt sie in diesem Bereich auch während eines ERASMUS-Auslandsjahres in Paris bei Prof. Annick Roussin sowie in Meisterkursen bei u.a. Donald Weilerstein, Thomas Brandis, Igor Ozim und Sebastian Hamann.

Insbesondere durch die Aufnahme in die Konzertförderung des Vereins „Yehudi Menuhin - Live Music Now e.V.“ erhielt Anna ab 2010 die Möglichkeit, Erfahrung in der Entwicklung und Durchführung von Konzerten für unterschiedlichstes Publikum zu sammeln. Auszeichnungen erhielt sie unter anderem beim Internationalen Alois Kottmann Wettbewerb (Frankfurt) sowie beim Concours Internatinonal de Leopald Bellan (Paris). Ihrem Trio uBu (Esther Saladin, Violincello und Christoph Stöber, Klavier) wurde 2016 für die Interpretation von B.A. Zimmermanns "Présence" der Boris Pergamenschikow Preis für Neue Kammermusik verliehen. Seit 2013 legt Anna mit Projekten in Paris, Montepulciano (Italien) und Köln einen Schwerpunkt auf die genreübergreifende Zusammenarbeit mit Tänzern, Schauspielern, Artisten und Filmschaffenden. Mit der spartenübergreifenden Bachelorperformance „Seiltänzer“ im November 2013 im Konzertsaal der Hochschule für Musik und Tanz Köln gelang ihr der mit Bestnote ausgezeichnete künstlerische Abschluss ihres Bachelorstudiums.

Im Rahmen ihrer Beschäftigung mit neuen Konzertformaten entwickelte sie zudem 2015 als Regisseurin die Konzertperformance „Metamorphoses Nocturnes“, (Komposition Maximiliano Estudies), in Kooperation mit Atemzug, Verein für Neuen Zirkus. Weitere Regiearbeiten entstanden für das Fest für Alte Musik des ZAMUS Köln in Kooperation mit dem Ensemble Nel Dolce („Traumwandler“, März 2016) und für die Bernd-Alois-Zimmermann-Gesellschaft gemeinsam mit dem Choreografen Yves Ytier („Présence“, April 2016).

Seit Herbst 2014 studiert Anna im Master „Interpretation zeitgenössische Musik“ an der Hochschule für Musik und Tanz Köln bei Prof. David Smeyers und Barbara Maurer. Zudem ist sie aktiv als Kammermusikerin in diversen Ensembles, darunter das von ihr mitbegründete Ensemble ELECTRONIC ID, gemeinsam mit dem Gitarristen Leonhard Spies das Duo FIDES sowie das Streichquartett METAMORPHOSEN QUARTETT und das Klezmerquartett TOVTE. Im Herbst 2014 wurde sie zudem Konzertmeisterin des Klettenberger Kammerorchesters, mit dem sie auch als Solistin auftritt.

Für die Saison 2016/2017 stehen mit dem European Workshop for Contemporary Music Konzerte beim Warschauer Herbst und in der Philharmonie Luxembourg an. Neben weiteren Aufführungen der Konzertperformance PRÉSENCE sind zudem ab Februar 2017 gemeinsam mit der Sopranistin Marie Heeschen Konzerte mit G. Kurtags Liederzyklus „Kafka-Fragmente“ in Planung. In einer erneuten Zusammenarbeit mit dem Komponisten Maximiliano Estudies wird Anna als Regisseurin eine Konzertperformance gestalten, die in Kooperation zwischen der Hochschule für Musik und Tanz Köln und der LVR-Anna-Freud-Schule Förderschwerpunkt Körperlich motorische Entwicklung entsteht und Anfang Februar 2017 zur Aufführung kommt.